Asynchronmotor

Der Asynchronmotor mit Kurzschlußläufer ist der am weitesten verbreiteste Elektromotor. Drehstrom-Asynchronmotoren haben den Vorteil gegenüber anderen Elektromotoren, daß sie über keinen Kommutator und Bürsten verfügen. Dahingehend können sie auch problemlos in explosionsgeschützten Bereichen eingesetzt werden.

Bei der Asynchronmaschine bestehen die Spulen aus kurzgeschlossenen Leiterschleifen - daher auch die Bezeichnung Kurzschlussläufermotor. Durch das sich ändernde Magnetfeld des Stators wird in den kurzgeschlossenen Leiterschleifen des Rotors ein Stromfluss und ein daraus resultierendes Magnetfeld induziert, das dem verursachenden Magnetfeld entgegen gerichtet ist. Die resultierenden Kräfte üben ein Drehmoment auf den Rotor aus. Lässt man das Statorfeld rotieren, 'schleppt' dieses den Rotor aufgrund oben beschriebener Wirkung mit. Zwangsläufig muss sich der Rotor geringfügig langsamer drehen als das Statordrehfeld (Schlupf), damit das dem Induktionsgesetz zugrunde liegende Prinzip, nämlich die Veränderung des Magnetfeldes pro Zeit, erfüllt bleibt. Bei Gleichlauf von Rotor und Drehfeld findet keine Induktion mehr statt, das übertragbare Drehmoment ist Null. Anders ausgedrückt: Voraussetzung ist, dass der Rotor geringfügig langsamer drehen muss als das Statordrehfeld, damit sich das Magnetfeld innerhalb des mitdrehenden Rotors ständig ändert, was wiederum die Voraussetzung für die Induktion von elektrischer Spannung in den Rotorleitern ist. Eine Ausnahme stellt der Reluktanzmotor dar, dessen Läufer synchrone Drehzahl erreicht.

Das Prinzip des Kurzschlussläufer-Rotors lässt sich extrem vereinfachen zu einem rein metallischen Gegenstand, der nicht aus Eisen sein muss. Dies funktioniert beispielsweise mit einer Konservendose, durch die eine Achse in Längsrichtung führt. Diese Wirkung ergibt sich daraus, dass diese Dose (oder andere metallische Gegenstände von passender Größe) praktisch ein Paket von kurzgeschlossenen Leiterschleifen in unendlich großer Zahl darstellen.

Diese Vereinfachungsmöglichkeit lässt eine vergleichsweise sehr kostengünstige Herstellung sowie auch eine weitgehende Wartungsfreiheit von Drehstrom-Asynchronmotoren zu und hat zu der weiten Verbreitung geführt.

Durch die Anwendung eines Frequenzumrichters, teilweise schon im Gehäuse integriert, kann die Drehzahl fast wie bei Universalmotoren variiert werden.

(Diese Informationen stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia)

Abtrieb

Ausgangsdrehzahl bei Getrieben.

Achshöhe

Größenbezeichnung von Normmotoren, Abstand zwischen Wellenmitte und Fußauflagefläche in Millimeter(mm).

Anstrich

Standardfarbton blaugrau: RAL 7031
Standardfarbton steingrau: RAL 7030
Beim Hersteller VEM sind Sonderfarben und Sonderanstriche möglich.

Antriebsseite

Seite des Motors, an dem sich das Wellenende befindet, bei Motoren mit zwei Wellenenden das Hauptwellenende auch A-Seite oder D-Seite (Drive end).

Aufstellungshöhe

Als Aufstellungsort wird eine Höhe bis 1000m üNN vorausgesetzt. Bei einer Aufstellungshöhe darüber müssen Anpassungen vorgenommen werden.

Aussetzbetrieb eines Elektromotors

Eine Folge von Betriebszuständen, die Betriebszeiten und Stillstandszeiten umfassen.

Auswuchten

Im Standardfall werden die Läufer von Elektromotoren mit halber Paßfeder ausgewuchtet.

 

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